LEBENDIG
von Ewigkeit zu Ewigkeit

Liebe Leser,

„Das dauert ja ewig und 3 Tage…!“, so habe ich schon manchmal salopp meine Ungeduld zum Ausdruck gebracht.

Im Mittelalter waren Menschen noch mehr zu geduldigem Ausharren verpflichtet. Heute kann ich innerhalb von 14 Tagen ein Widerrufsrecht zu einem Einkauf (online) in Anspruch nehmen. Damals dauerte es (nicht online!) ein Jahr und sechs Wochen – also ewig, bis ein Rechtsgeschäft unanfechtbar wurde.
Nachdem dann auch nach drei Tagen das Landgericht seine Tagung beendet hatte, war dann endlich die Einspruchsfrist verjährt: „ewig und drei Tage“.
Da merkt man wieder, in welch schnelllebiger Zeit wir leben.
Ewigkeit ist für uns (noch) ein zeitliches Gefühl, obwohl die Ewigkeit eigentlich gar nichts mit Zeit zu tun hat. Lange Zeiten werden verbunden mit ewigem Warten, Ungeduldig-Sein, Langeweile, …
Aber es gibt auch positive lange Zeiten, wenn beispielsweise Ehen lange halten, wir lange gesund sind und ein langes und erfülltes Leben haben. Das ist aber alles nicht auf ewig. Lang leben wollen viele, obwohl das Leben so viele Probleme, Leid, Not, Sorgen, Angst und vieles andere mit sich bringt – neben all den schönen Seiten des Lebens, wie der Freude, dem Erfolg und der Liebe.

Aber ewig so in diesem Zustand weiterleben will ich nicht und ich denke viele andere Menschen ebenso wenig. Zu sehr spüren wir den Zerfall unseres eigenen Körpers und darüber hinaus der ganzen Welt. Aussterbende Tierarten, der folgenreiche Klimawandel, tödliche Krankheiten und vieles andere zeigen uns ganz deutlich, dass das Leben und die Lebendigkeit hier auf Erden keine lange Zukunft haben – schon gar keine Ewigkeit lang. Wir wissen, dass wir einmal sterben müssen. Über all diesen negativen Gedanken gibt es eine Hoffnung.

Unsere Sehnsucht nach Leben und dass es zu dem auch noch mehr gibt als das irdische, zerfallene Leben, bleibt in uns lebendig bis zum letzten Atemzug. Wir sehnen uns nach der echten Lebendigkeit in Ewigkeit. Es gibt die Hoffnung der Auferstehung und durch sie die Hoffnung auf ein Leben in Ewigkeit.

Das ist ein ewiges Leben in Herrlichkeit – ohne all die bereits aufgezählten Hinderungen des irdischen Lebens. Wir können das ewige Leben zwar auf dieser Erde finden, aber leben werden wir es in der Herrlichkeit und Gegenwart Gottes. Der Sohn Gottes, Jesus Christus, spricht: „Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.“ (Offenbarung 1,18)

Von Ewigkeit zu Ewigkeit ist eine Formulierung, die mich zum Stutzen bringt. Was kann denn länger als die Ewigkeit sein?
Gemeint ist die Unzertrennlichkeit mit dem ewigen Gott auf immer und ewig. Nichts kann uns dann mehr losreißen. Keine Krankheit, keine Schmerzen, kein Tod haben Platz und Raum in der Ewigkeit, in der es weder Zeit noch Raum gibt.
Dann, von Ewigkeit zu Ewigkeit, gibt es die grenzenlose Freiheit zum Leben, so wie es Gott gefällt, der sich das Leben erdacht hat in einer Beziehung aus Liebe zueinander.
Jesus sagt an anderer Stelle noch mehr über sich (Johannes 11,25): „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das?“

Jesus fragt uns auch heute, ob wir ihm glauben und sein Geschenk des ewigen Lebens annehmen. Wir feiern am Ostersonntag das Auferstehungsfest. Wer an Jesus Christus glaubt, ist mit ihm gestorben und wird mit ihm auferstehen zum ewigen Leben. Welch hoffnungsvolle Botschaft – die wichtigste und größte Botschaft für jeden persönlich – die es gilt weiterzusagen.
Bist Du dabei: Lebendig zu sein von Ewigkeit zu Ewigkeit?

Mit der Freude und Hoffnung auf die Auferstehung zum ewigen Leben seid behütet und gesegnet.
In Jesus verbunden, Euer

Prediger Matthias Flaßkamp