„Meine Zeit steht in deinen Händen“.

Liebe Leser,

mit großen Schritten gehen wir auf den Jahreswechsel zu. Wo ist nur die Zeit geblieben? Was für ein Jahr liegt hinter uns!? Wer hätte im Januar noch gedacht, dass wir 2020 zwei Lockdowns erleben würden?

So waren in diesem Jahr sicher Zeiten dabei, die wir uns nicht zurückwünschen. Wenn wir zurückschauen, können wir uns die Frage stellen: Was oder wer hat uns in den vergangenen Monaten durch alle Tiefen, Fragen und Herausforderungen hindurchgetragen und geholfen?
Schauen wir auf das kommende Jahr, bewegt uns sicher aus der Erfahrung der letzten Monate die Frage:
Was kommt 2021 auf uns zu?
Wir haben die Wahl, wie wir das neue Jahr beginnen wollen. Wir können uns von allem Negativen leiten lassen und dem Pessimismus viel Raum geben, Sorgen und Angst in unserem Leben regieren lassen.
Wenn wir keine Entscheidung dagegen treffen, dass die Probleme und die Corona-Situation uns weiter verunsichern und letztendlich unser Denken und Empfinden bestimmen, sind wir dem allen hilflos ausgeliefert.

David gibt uns in Psalm 31 eine Hilfe, wie wir einen festen Anker in diesen Zeiten haben können.
Er bezeugt Psalm 31,15: „Ich aber, Herr, hoffe auf dich und spreche: Du bist mein Gott“.
Welche Auswirkung hat solch eine überzeugte Aussage auf unser Leben, wenn wir Davids Aussage für unser persönliches Leben übernehmen?
Es ist ein Ausspruch des Vertrauens Gott gegenüber. David stellt sich ganz unter den allmächtigen Gott, indem er bekundet, dass Gott sein Gott ist.
Mein Gott, zu dem ich eine Beziehung haben darf. Mein Gott, dem ich wichtig bin. Mein Gott, der mich in seinen Händen hält – egal was passieren wird.
Gott bleibt an meiner Seite. Selbst wenn ich Not und Bedrängnis erleben muss, so hilft mir Gott und bleibt mir treu.
„Meine Zeit steht in Gottes Händen“. So sagt es David im nächsten Vers (Psalm 31,16).
Wenn Gott meine Zeit (Zukunft) in seinen Händen hält – was könnte mir Besseres passieren?! Ich will mich dagegen entscheiden, dass Corona allein meine Gedanken, Gefühle und somit meine Zeit bestimmt. Ich will meine Angst und Sorgen über die bevorstehende Zeit und Zukunft in Gottes Hände legen.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es sich lohnt, sich mit allen Sorgen und Ängsten Gott anzuvertrauen, weil Gott vertrauenswürdig ist.
In Gottes Händen bin ich geborgen und bei ihm ist meine Zeit und Zukunft gut aufgehoben. Das gibt meiner verängstigten Seele Frieden und Ruhe, sogar Gelassenheit bei Gott.

Egal, was das neue Jahr bringen mag. Lasst uns gemeinsam Gott um Hilfe, Weisheit und Kraft bitten, dass er uns trägt und hilft. Gott ist treu, wenn wir uns in seine Hände begeben und unser Vertrauen auf Gott setzen. Er wird uns helfen nach seiner großen Güte.

Es lohnt sich, den Psalm 31 einmal ganz zu lesen und zu entdecken, in welcher Not durch die Sünde und Angst dieser Welt wir in Gott geborgen sind.
In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein gesegnetes neues Jahr 2021.

Es grüßt Euch herzlich Euer Prediger

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Matthias Flaßkamp