„Das Wohl unserer Stadt“.

Liebe Leser,

Am 13. September 2020 haben wir in unserer Stadt Rendsburg Janet Sönnichsen in das Amt der Bürgermeisterin gewählt.

Die nächsten Jahre werden es zeigen, wie sie sich in ihrem Amt bewährt. Wird sich in unserer Stadt etwas verändern oder bleibt alles beim Alten?
Wir hoffen nicht, dass wir vom Regen in die Traufe gekommen sind …
Werden Versprechungen gehalten? Wir möchten, dass es uns unter der Bürgermeisterin Frau Sönnichsen „wohl“ ergehen wird.

Aber auch wir können und sollen dazu einen (unseren) Beitrag leisten, obwohl wir nicht die Bürgermeisterin im Amt sind.
Der Monatsspruch von Oktober passt so wunderbar in unsere Situation hinein. Gott sagt uns durch die Bibel in Jeremia 29,7:
„Suchet der Stadt Bestes und betet für sie zum HERRN; denn wenn’s ihr wohl geht, so geht’s euch auch wohl.“

In diesem kurzen Bibelvers stecken Aufforderungen, Verheißung und Versprechen.
Wir sind zuerst aufgefordert, uns selbst am Wohl der Stadt zu beteiligen, indem wir das Beste(!) für unsere Stadt suchen.
Das Wort „suchen“ ist schon sehr aktiv und fordert von uns Aufmerksamkeit.

Da fallen mir die Worte von Jesus ein:
„Ihr seid das Salz der Erde; ihr seid das Licht der Welt“ (Matthäus 5,13-16 – lesenswert!). Vielleicht sollten wir uns in den Hauskreisen und Bibelgesprächskreisen über diese Worte im praktischen Sinne einmal austauschen und gegenseitig im Tun ermutigen. Herzliche Einladung dazu!

Des Weiteren werden wir aufgefordert zu beten. Das Beten ist keine Alternative zum Suchen, sondern ein Teil dessen. Nicht nur allein, indem wir beten, suchen wir das Beste – denn das Suchen ist tatsächlich eine praktische Aufgabe an uns -, sondern wir lesen: „und betet für die Stadt“.

Beides gehört zusammen, verknüpft durch das „und“ (hier steht nicht „oder“). Beten um weise Entscheidungen der Stadtregierung. Darin soll unser gewähltes Oberhaupt der Stadt einbezogen werden. Ein weiterer Aspekt des Gebets könnte sein, für einen verantwortungsvollen Umgang mit den vorhandenen Ressourcen (bspw. Geld) zum Wohl der Bürger zu bitten.
Ebenso, dass Arbeit geschaffen wird und wir in Frieden miteinander leben können, uns gemeinsam den Herausforderungen der Stadt widmen und uns für ein Miteinander einsetzen.

Das sind große Herausforderungen für uns Christen, aber im Gebet dürfen und sollen wir um Kraft und Mut bitten, um als Salz und Licht wahrgenommen zu werden – als Menschen, die der Stadt Bestes suchen und für sie beten.

Da wir Teil der Gesellschaft sind und uns nicht aus den Herausforderungen zurückziehen, werden wir auch Teil des Gewinns, wenn wir der Stadt Bestes suchen und für sie beten. Das Wohl der Stadt lässt auch uns gut in unserer Stadt leben. Das ist die Verheißung, mit der wir leben und die uns vielleicht sogar auch zusätzlich ermutigt.

Seid gesegnet, der Herr ist mit Euch!
Es grüßt Euch herzlich Euer Prediger

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Matthias Flaßkamp